Kategorien &
Plattformen

Ehrenamt fördern und professionell begleiten

Qualifizierungsangebot für Haupt- und Ehrenamtliche startet im September
Ehrenamt fördern und professionell begleiten
Ehrenamt fördern und professionell begleiten

Ehrenamtliches Engagement hat in der katholischen Kirche einen hohen Stellenwert, ist aber längst kein Selbstläufer und braucht Aufmerksamkeit und Unterstützung. Mit einem neuen Angebot will das Bistum Limburg Grundlagen und Instrumente einer professionellen Ehrenamtskoordination vermitteln. An vier Wochenenden werden alle wichtigen Aspekte von der Gewinnung über die Begleitung, Wertschätzung und Verabschiedung von Freiwilligen thematisiert und bearbeitet. Ziel der Qualifizierung ist es, das Engagement sowie die Verantwortung von Engagierten in Pfarreien und kirchlichen Einrichtungen zu stärken. 

Die Qualifizierung besteht aus mehreren Bausteinen von September 2019 bis März 2020. Interessenten können sich für alle Bausteine anmelden als auch Bausteine einzeln auswählen. Gabriele Glandorf-Strotmann, Leiterin des Referates „Organisationsentwicklung Gemeindeberatung Engagementförderung“ im Erzbistum Hamburg leitet die Qualifizierung. Das Angebot richtet sich an Haupt- und Ehrenamtliche, die im kirchlichen oder karitativen Kontext mit Ehrenamtlichen zusammenarbeiten.

Anmeldung bei Ute Voll vom Team Kirchenentwicklung, kirchenentwicklung@bistumlimburg.de, Tel. 06431/295-896. Weitere Information bei Birgit Henseler (Kirchenentwicklung, Charismen- und Engagementförderung), blimburg.henseler@bistumbistumlimburg, oder Michael Götz, Stabstelle Gemeindecaritas im Diözesancaritasverband, michael.goetz@bistumbistumlimburglimburg.de.

Die verschiedenen Bausteine im Überblick

 

1. Grundlagen Freiwilligenkoordination  

20./21. September 2019 (Abtei Marienstatt, 57629 Marienstatt)

  • Ehrenamtliches, freiwilliges oder bürgerschaftliches Engagement? Schon die verschiedenen Bezeichnungen eröffnen viele Fragen. Auf welche Weise wollen Einrichtungen, Organisationen, Initiativen, Pfarreien und Gemeinden ehrenamtliches Engagement im kirchlichen Kontext weiterentwickeln?  
  • Freiwilligenkoordination kann Begegnung und Dialog fördern, den Einzelnen mit ihren Charismen und Talenten mehr Raum  geben und mehr Eigeninitiative und Vielfalt ermöglichen. Im Vorfeld ist es darum sinnvoll sich zu überlegen, wie eine Freiwilligenarbeit der Zukunft aussehen soll und welcher Rahmenbedingungen es dafür bedarf.

Das Grundlagenmodul will helfen, Planung und Implementierung von freiwilligem Engagement im kirchlichen Kontext zu gestalten.

 

2. Gewinnen, kooperieren, anerkennen                                               

15./16. November 2019 (Martin-Niemöller-Haus, Am Eichwaldsfeld 3, 61389 Schmitten)

  • Die Art und Weise sich zu engagieren und auch die Gründe, aus denen heraus sich jemand engagiert, sind vielfältiger geworden. Um Ehrenamtliche zu gewinnen, ist es wichtig zu verstehen, was Menschen motiviert und was sie anspricht. Wie erreichen wir die, die wir erreichen wollen?

Wir befassen uns mit guten Beispielen, lernen von Werbeprofis und machen uns Gedanken, wie ein gutes Erstgespräch verlaufen kann.

  • Wie können Hauptamtliche und Freiwillige gut zusammenarbeiten und Aufgaben gemeinsam oder auch getrennt voneinander erfüllen.

Wir beschäftigen uns mit verschiedenen Arten und Weisen des Engagements sowie mit Fragen von Verantwortung und Zuständigkeit.

  • Wer etwas leistet oder gibt, wünscht sich, dass dies wertgeschätzt wird. Anerkennung von freiwilligem Engagement sollte nicht zufällig geschehen und auch nicht nach „Schema F“.

Wir beschäftigen uns mit der Planung von Anerkennung und der Frage: Was ist denn eigentlich eine gute Anerkennungskultur?

 

3. Planen, kompetent begleiten und verabschieden                           

24./25. Januar 2020 (Priesterseminar, Weilburgerstraße 16, 65549 Limburg)

  • Wenn Freiwillige Aufgaben übernehmen sollen, spielen viele Faktoren eine Rolle: Vorkenntnisse, Erfahrungen, Ausstattung, Vorbereitung, Schulung und Anleitung. Dafür ist eine konkrete Planung notwendig. Wie werden Freiwillige eingeführt? Wie soll Information, Unterstützung und Begleitung aussehen? Freiwillige möchten sich weiterentwickeln. Wie können dabei die Charismen und Talente stärker in den Blick kommen?

Wir bearbeiten die verschiedenen Aspekte der Freiwilligenbegleitung, wie           Qualifizierung, Kommunikation und Charismenorientierung.

  • Bei der Planung mit Freiwilligen zu arbeiten, ist meist das letzte, über das nachdacht wird, wie es am Ende der freiwilligen Tätigkeit aussehen soll. Es ist gut, sich auf Abschiede vorzubereiten und Freiwillige gleich von Beginn an wissen zu lassen, dass Abschied möglich und auch manchmal nötig ist.

Wir befassen uns mit der Entwicklung einer „Abschiedskultur“, die ein wichtiger Faktor für eine professionelle Begleitung von Ehrenamtlichen

 

4. Freiwilligenkoordinator/-in  - ein neues Aufgabenfeld                  

27./28. März 2020 (Wilhelm-Kempf-Haus, 65207 Wiesbaden-Naurod)

  • Freiwilligen-Koordination ist ein neues Aufgaben- und Berufsfeld. Welche Erwartungen werden damit verbunden? Wie verstehen die Akteure selber ihr Rollenprofil und welche Möglichkeiten der Weiterentwicklung ihres Arbeitsfelds bzw. ihres Engagementfelds sehen sie? Welche Herausforderungen, Themen und Erfahrungen zeigen sich im Alltag?

Im Mittelpunkt stehen das Lernen durch beispielhafte Praxiserfahrungen sowie anhand der eigenen fachlichen Fragen und Probleme.

 

Referentin:  Gabriele Glandorf-Strotmann, Referatsleiterin „Organisationsentwicklung Gemeindeberatung Engagementförderung“ im Erzbistum Hamburg, Dipl. Pädagogin, Organisationsentwicklerin, Coach

Verantwortlich:  Birgit Henseler, Kirchenentwicklung, und Michael Götz, Caritasverband für die Diözese Limburg,   

 

Anmeldung bitte per E-Mail: kirchenentwicklung@bistumbistumlimburglimburg.de

Kosten pro Modul: 50 € für Hauptamtliche, 30 € für Ehrenamtliche

Hintergrund: Ehrenamtsstrategie im Bistum Limburg

Bereits seit mehr als einem Jahr arbeitet das Bistum an einer Ehrenamtsstrategie. Auf Initiative einer Netzwerkgruppe wurden seit 2018 mehrere Workshops und Treffen durchgeführt, bei dem sich Akteure im Bistum Limburg vernetzt haben und wichtige Fragen und Themen aus unterschiedlichen Bereichen sammelten. Im Anschluss arbeiteten Kleingruppen an verschiedenen Feldern weiter. Bisher sind neben einer Ausbildung für haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter zum Thema Ehrenamtskoordination Schulungen zur Leitung und Moderation von Sitzungen und Arbeitskreisen geplant. Die Gruppe will Pfarreien und Einrichtungen außerdem Textbausteine und Vorlagen für Ehrenamtszeugnisse und Bescheinigungen zur Verfügung stellen. Darüber hinaus wird derzeit eine einheitliche Fahrtkostenerstattung für ehrenamtliche Mitarbeiter diskutiert.