Kategorien &
Plattformen

Den Sozialraum in Netzwerken erschließen

Bistum will mit NetzWerkstatt Pfarreien und Gruppen in Entwicklungsprozessen begleiten
Den Sozialraum in Netzwerken erschließen
Den Sozialraum in Netzwerken erschließen
© Bistum Limburg

Nach der Gründung wächst in vielen Pfarreien neuen Typs der Wunsch, auch die pastorale Arbeit vor Ort weiterzuentwickeln. Doch wie kann das gehen und welche Möglichkeiten gibt es überhaupt? Mit einem neuen Werkstattangebot will das Bistum Limburg dabei unterstützen, stärker in Netzwerken zu arbeiten und den Sozialraum einer Pfarrei in den Blick zu nehmen. Haupt- und ehrenamtliche Gremien und Gruppen aus neuen Pfarreien, die ein Thema stark machen oder sich grundsätzlich über die Netzwerkarbeit informieren möchten, können ab sofort das Format buchen.

„Wir wollen Pfarreien auch nach ihrer Gründung begleiten und dazu anregen, Kirche in anderen Sozialformen zu denken. Es geht darum, die Lebenswirklichkeit der Menschen vor Ort in den Blick zu nehmen und neue Orte kirchlichen Lebens zu identifizieren“, erklärt Susanne Gorges-Braunwarth, Leiterin der Abteilung Pastoral in Netzwerken. „Netzwerke bieten die Chance, unterschiedliche Partner mit gleichen Anliegen zusammenzubringen, Menschen, die sich aus einem besonderen Anliegen heraus engagieren wollen, anzusprechen und Kräfte zum Wohl der Menschen zu bündeln.“ Mit dem neuen Format wolle man nicht nur neue Perspektiven auf Kirche und Engagement anbieten, sondern auch Methoden und praktische Tools für eine gelingende Netzwerkarbeit vermitteln.  

Netzwerken erfordert Umdenken

Das Arbeiten in Netzwerken unterscheide sich von der klassischen Arbeit in Pfarreien: „In Pfarreien herrscht vielfach noch die Vorstellung, einen Raum oder ein bestimmtes Territorium bespielen zu müssen. In den immer größeren Pfarreien neuen Typs ist das aber immer weniger möglich. In einem Netzwerk sind wir dezentral, flexibel und sehr offen unterwegs. Wir müssen uns von einer zentralen Steuerung verabschieden“, nennt Gorges-Braunwarth ein Beispiel. Beziehungen und Kontakte spielten außerdem in der Netzwerkarbeit eine viel größere Rolle. 

Welche Anliegen haben die Menschen vor Ort? Was ist bereits in der Pfarrei vorhanden? Welche Beteiligungs- und Gestaltungsformen eignen sich? Nach der Anmeldung nimmt das Team Kontakt mit den Interessenten auf. In einem Erstgespräch werden Erwartungen und Anliegen konkretisiert und geprüft, ob weitere Akteure oder Unterstützungssysteme beteiligt werden müssen. „Es geht für uns nicht darum, allgemeingültige Rezepte zu präsentieren, sondern individuelle Lösungen gemeinsam mit den Interessenten zu entwickeln“, sagt Gorges-Braunwarth. „Auch für uns sind das immer wieder spannende Lernprozesse.“

Die NetzWerkstatt ist ein Angebot der Abteilung Pastoral in Netzwerken und der Abteilung Entwicklung der Pastoral. Weitere Informationen und Kontaktaufnahme per Email an Netzwerk@bistumbistumlimburglimburg.de; oder per Telefon 06431/295-582 (Susanne Gorges-Braunwarth) oder Tel. 06431/295 416 (Daniel Rick)